Rettungsnetz Wildkatze

Schon seit 2007 engagiert sich der BUND Niedersachsen im bundesweiten „Rettungsnetz Wildkatze" für die Europäische Wildkatze und den Waldverbund in Niedersachsen. Die Vernetzung der Waldlebensräume ist in Mitteleuropa eine der zentralen Aufgaben zur langfristigen Erhaltung der Biodiversität. Mit dem Wildkatzenwegeplan wurde ein wesetliches strategisches Instrument zur Wiedervernetzung von Waldlebensräumen entwickelt. Ziel des Projektes ist es, durch Pflanzungen von grünen Korridoren aus Büschen und Bäumen isolierte Waldlebensräume wieder zu vernetzen. Die sympathische Wildkatze dient als Galionsfigur des „Rettungsnetzes“. Doch viele waldlebende Tierarten, wie Haselmaus, Laufrosch oder Schwarzstorch, sollen davon profitieren.

Parallel dazu wird durch ein weiträumiges Monitoring mittels Gewinnung von Haarproben, deren genetischer Analyse und den Aufbau einer Gendatenbank für die Zielart Wildkatze die wesentliche Voraussetzung geschaffen, aktuelle und kommende Vernetzungsstrukturen zu optimieren. Außerdem können auf diese Art und Weise wichtige genetische Daten gesammelt werden, um landschaftsgenetische Analysen durchzuführen, Wanderungsbewegungen nachzuweisen und Verwandtschaftsbeziehungen herauszuarbeiten. Die im Rahmen dieses Projektes entstehende Gendatenbank für die Wildkatze ist in diesem Umfang einmalig in Deutschland.

 

Um Haarproben zu gewinnen, macht man sich die Vorliebe von Wildkatzen für Baldrian zunutze. Dazu werden einfache Holzpflöcke im Wald und mit Baldrian besprüht. Die Wildkatzen reiben sich daraufhin am rauen Holz und hinterlassen Haare, die abgesammelt und genetisch analysiert werden können.

Wildkatzen im Solling

In dem bundesweiten Wildkatzen-Lockstockscreening ist der Solling einer von 8 Monitoringräumen. Dort wurden in 25 Beprobungsflächen 50 Lockstöcke aufgestellt, die wöchentlich beprobt werden. Zu den ehrenamtlichen Lockstockbetreuern gehören auch Aktive der BUND Kreisgruppe.

In den 10 Beprobungswochen 2012 wurden im Solling insgesamt 252 Haarproben gesammelt, von denen bisher 49 Proben bearbeitet werden konnten. Bei 46 Proben wurde die Wildkatze nachgewiesen. Anhand der Microsatellitenanalyse konnten daraus 24 verschiedene Wildkatzenindividuen identifiziert werden: 14 männliche und 8 weibliche Tiere.

 

Weitere Infos zur Wildkatze auf der Projekt-Seite des BUND LV Niedersachsen und auf der Seite des bundesweiten Projektes Rettungsnetz Wildkatze.

Wildkater im Wildkatzendorf Hütschenroda


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